Hintergrund

Am 22.12.2011 wurde in Jena die Tochter des Ideenträgers mit einer Aniridie geboren. Bei solch einem Gendefekt fehlt die Iris des Auges, so dass selbst bei sehr hellen Lichtverhältnissen der Lichteinfall nicht reguliert werden kann. Nach intensiven Recherchearbeiten zeigte sich, dass für Aniridiepatienten nur behelfsmäßige Lösungen existieren, die mit einer hohen Einschränkung der Lebensqualität verbunden sind.

 

Dies führte unmittelbar zu der Idee, eine optische Apparatur zu entwerfen, welche in der Lage ist, die Funktion einer menschlichen Iris nachzuempfinden, d.h. eine funktionale künstliche Iris für den Einsatz am menschlichen Auge zu realisieren. Ein derartiges System, welches in der Lage ist, vollkommen die natürliche Iris eines Menschen zu ersetzen oder intelligent zu entlasten, existiert in dieser Form bisher nicht.

Nach nunmehr zweijähriger Forschung haben sich zwei Kernbereiche, basierend auf der zuvor genannten Idee, entwickelt. Diese befassen sich mit der Entwicklung der für die Lösung der Problematik notwendigen Messtechnik als auch Blendschutzsysteme (wie beispielsweise intelligente Sonnenbrillen), welche in Zukunft den Anwender in jeder Lebenslage vor möglichen Blendungen schützen sollen.


erstes Produkt

Der Ansatz von „AI-Iris“ liegt bei der Realisierung eines vom Farbspektrum abhängigen, adaptiven Brillensystems. Es ist in der Lage, die Farbanteile und deren Intensitäten der den Nutzer umgebenden Lichtverhältnisse zu erkennen und die Brille exakt so zu verdunkeln, dass eine Blendung vermieden wird. Dies geschieht innerhalb weniger Millisekunden und ist somit schneller, als es das menschliche Auge erfassen kann. Selbst ein Stroboskop stellt bei der Anpassung kein Problem dar. Weiterhin entsteht zu keinem Zeitpunkt der Effekt einer Verdunkelung oder Farbverzerrung vor dem Auge, es sei denn, es ist durch den Nutzer gewünscht.


TEAM

Durch das vielfältige Gründungsteam, welches über umfangreiche Studienkenntnisse und Branchenerfahrungen in den Bereichen Messgerätentwicklung, Produktevaluierung, Grundlagenforschung, Elektronik und Maschinenbau, IT, Produktionstechnik, Optik und Augenoptik wie auch Medizintechnik verfügt, stellt sich das Team selbstbewusst und lösungsorientiert der Realisierung der Produkte. Hinzu kommen, neben der Tatsache, dass eines der Teammitglieder über ein abgeschlossenes Studium im Bereich Management und mehrjährige Selbständigkeitserfahrungen im Bereich Finanzdienstleistung verfügt, dass alle Gründer bereits über ihr Studium hinaus Kenntnisse und Erfahrungen in Organisationsbereichen wie Vertrieb, Projektmanagement und Produktevaluierung besitzen.

 

Gemeinsam verfolgt das Team das Ziel, Blendschutzlösungen für nahezu alle Lebensbereiche bereitzustellen. Hierzu zählen zunächst Sonnen- und Sportbrillen, wobei langfristig Lösungen wie beispielsweise Autoverglasungen, Helmvisiere, Dachverglasungen und bereits durch AiiA international zum Patent angemeldete Kontaktlinsen und Irisimplantate angestrebt werden. Als Zielkunden gelten zu Beginn alle, die krankheitsbedingt eine Blendschutzlösung benötigen und jeder, der im Alltag eine normale Brille oder ein Sonnenbrille benutzt oder benutzen möchte.


Anwendungsbereiche und Kundennutzen

Das Blendschutzsystem in Form des Brillensystems Ai-Iris findet in verschiedensten Lebensbereichen Anwendung, da der Nutzer ständig einer möglichen Blendungssituation ausgesetzt ist.

Der unmittelbare Mehrwert der „AI-Iris“ zu allen bestehenden Lösungen soll nachfolgend anschaulich am Beispiel einer Blendung im Straßenverkehr verdeutlicht werden. In diesem werden das Bedürfnis nach freier Sicht und der direkte Kundennutzen herausgestellt.

 

Schon eine Sekunde plötzlicher Blendung entsprechen bei 50 km/h einem Blindflug von 14m. Hinzu kommt die Reaktionsträgheit bzw. Adaption des Auges. Durch starke Blendungen erholt sich die normale Sicht erst langsam wieder, was sich durch hellgrüne oder schwarze Stellen nach einer Blendung im Sichtfeld darstellt. Im Wechselspiel von Licht und Schatten können leicht Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer übersehen werden.